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Seit 50 Jahren entwickelt Electric-Special weltweit erfolgreich maßgeschneiderte Lichtregelungssysteme für die Tunnel-, Straßen-, Vorplatz- und Hallenbeleuchtung. Die Verbindung von langjähriger Erfahrung, dadurch gewonnener Kompetenz und dem Einsatz modernster Technologien sorgt für die Realisierung auf den Kundenwunsch abgestimmter, individueller Lösungen, die Verkehrssicherheit und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen berücksichtigen. Neben der Herstellung von Leuchtdichte- und Beleuchtungsstärke-Sensoren, Lichtstromstellern und Schaltschränken bietet das Unternehmen Dienstleistungen an wie das Erstellen von Beleuchtungssoftware, Visualisierungssystemen sowie die Ausarbeitung der kompletten Prozessleittechnik. Begleitet wird ein Projekt von der Projektierung bis zur Inbetriebnahme. Umfangreiche Maßnahmen zur Qualitätssicherung sollen das zuverlässige Funktionieren der Komponenten unter schwierigsten klimatischen Bedingungen und härtesten Umwelteinflüssen gewährleisten. So verlässt kein System die Produktion, ohne einen dokumentierten 250- Stunden-Dauertest erfolgreich absolviert zu haben. Das Anfertigen einer individuellen Dokumentation wird ebenso angeboten wie ein Kundenservice, der im Störfall innerhalb von 24 Stunden vor Ort ist.
 
Geschichte der Firma ELECTRIC- SPECIAL

Die 1961 als Schalt-Elektric Systemtechnik GmbH + Co. KG aus einem Ingenieurbüro für lichttechnische Anwendungen hervorgegangene Firma stellte ursprünglich einfache lichttechnische Steuerungen für die Innen- und Außenbeleuchtung her. Bereits vorhandene Industrievertretungen für Leuchten und Vorschaltgeräte aus der Zeit des Ingenieurbüros vereinfachten dabei den Marktzugang für die eigene Produktion. Den Erfolg brachten Produkte, die am Markt kaum oder gar nicht vorhanden und nur mittels spezieller Fertigungstechniken und -verfahren herzustellen waren, wie z. B. feldtaugliche Leuchtdichtesensorik, komplexe, flexibel einsetzbare Lichtregelungssysteme für die Tunnel- und Straßenbeleuchtung, zuverlässige Dimmsysteme für Hochdruckentladungslampen sowie spezielle Interfaces zur Anpassung der verschiedenen Komponenten. Auf diese Weise avancierte die Schalt-Elektric in den 70er-Jahren zum europäischen Marktführer im Bereich Mess- und Regelungstechnik für die Tunnelbeleuchtung.

 
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1. Wartungsarbeiten im Weser-Tunnel:
Auch diese Anlage rüstete Electric-Special mit Dimmtechnik und Leuchtdichtesensorik aus.

2. Das Firmengebäude in Oldenburg teilt sich das Unternehmen mit seiner »Schwester«, der WAL GmbH, die u. a. Mess- u. Regeltechnik für die Nahrungsmittelbranche anbietet.

3. + 4. Vom Ingenierbüro zum mittelständischen Unternehmen: Rechts unten in Bild 3 das ehemalige Firmengebäude, dem ein Neubau (Bild 2) vorangestellt wurde.

 

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Neben Bremsen- und Leistungsprüfständen für die Kfz- Branche, Klimaregelungen und Ölfeuerungssteuergeräten baute die Firma nun auch Jalousien-Steuerungen. Das ehemals Drei- Mann-Ingenieurbüro entwickelte sich ab Mitte der 70er- bis Anfang der 80er-Jahre zu einem mittelständischen Unternehmen mit etwa 70 Mitarbeitern. Mit dem Einzug moderner Fertigungsmethoden in Deutschland in den folgenden Jahrzehnten und dem damit verbundenen massiven Preiskampf trennte man sich Zug um Zug von vielen Produkten und forcierte statt dessen die Nischenmärkte der Licht- und Kfz-Prüftechnik. Nach der Übernahme des Unternehmens durch Dipl.-Ing. Detlef Wölbern und der Umfirmierung zur Electric-Special Photronicsysteme GmbH im Jahr 1997 erwies sich diese Spezialisierung gerade auf den Tunnelbeleuchtungssektor im Rückblick als durchaus richtig und zukunftsträchtig.
 
 
Dynamische und bildauflösende Leuchtdichtemessungen

 
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5. Electric-Special zeigte auf der light+building die Leuchtdichtekamers »Lucas« (im Hintergrund) zur Ermittlung der Fahrbahn-Leuchtdichte und »Luci« (vorn im Bild) zur Messung der L20-Leuchtdichte.

6.-8. Tunnel in Berlin: 6 Gehweg- und Straßentunnel am ICC, 7 Autobahn-Tunnel Schlangenbader Überbauung, 8 Alexanderplatz-Tunnel.

9.-11. Aufnahmen mit einer bildauflösenden Leuchtdichte-Kamera machen in Verbindung mit einem speziellen Software-Programm die fotografierten Leuchtdichten durch die
Umwandlung in Fehlfarben-Bilder sichtbar: Je heller die Farbe, desto höher die Leuchtdichte.
 

 
Eine besondere Dienstleistung des Unternehmens ist die Durchführung von dynamischen Leuchtdichtemessungen im Tunnel. Bei dieser Technik werden mit modifizierten Digitalkameras Bilder verschiedener Tunnelbereiche aufgenommen und anschließend mittels spezieller Auswertungsprogramme analysiert. Dieses Verfahren ist effizient und schnell durchführbar und bietet eine Fülle an Messinformationen, die durch die herkömmliche Leuchtdichtemessung nicht oder nur mit erheblichem Aufwand zu erreichen wären. Der Einsatz der dynamischen Technik erlaubt darüber hinaus, einen Tunnel zu durchfahren und dabei aus dem Blickwinkel des Kraftfahrers die Leuchtdichte auf der Fahrbahn und zusätzlich die horizontale Beleuchtungsstärke zu ermitteln. Hierdurch lässt sich, ohne Absperrmaßnahmen, die Leuchtdichte erfassen und aufzeichnen. Der Betreiber erhält so mit geringem Aufwand lichttechnische Daten über seinen Tunnel, die allerdings in jedem Fall von einem Fachplaner ausgewertet werden sollten.

 
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Modernes Lichtmanagement entscheidet
 

 
 
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12. Schematische Darstellung der kontinuierlichen Beleuch- tungsregelung im Tunnel.

13. Diese Auswertung der Be- leuchtungsregelung im Tunnel mit dem speziell entwickelten Programm »Report« zeigt in Grün die Perioden der energe- tischen Überdeckung und in Rot die der Unterdeckung.

In verschiedenen Vorträgen erläuterte Jochen Riepe, Geschäftsführer der Electric- Special, die aktuell angewandten Methoden zur Regelung des Lichts in Tunneln: So muss die Beleuchtung dort entsprechend der Richtlinie für Straßentunnel RABT an die Tageslichtsituation angepasst sein. Dies lässt sich durch den Einsatz einer Beleuchtungsregelungsanlage und der Leuchtdichtemessung vor dem Tunnelportal und in der Einsichtsstrecke erreichen. Üblich ist dabei heute entweder die Stufenregelung oder - in optimierten Anlagen - die kontinuierliche Regelung, also Dimmung der Tunnel- beleuchtung, die zum Spezialgebiet des Unternehmens gehört.

Bei der Stufenregelung ermöglicht ein ständiger Soll-Ist-Vergleich zwischen der Fahr- bahnleuchtdichte in der Einsichtsstrecke und der Leuchtdichte des Tunnelumfeldes die Regelung der Helligkeit in verschiedenen Beleuchtungsstufen. Diese automatische Anpassung berücksichtigt die höheren Leuchtdichtewerte von Neuanlagen und kompensiert die Alterung der Lampen, die Verschmutzung der Leuchten, der Tunnelwände und der Fahrbahn. Im Vergleich zu einer Stufensteuerung erlaubt die Stufenregelung eine verkehrsgerechte Beleuchtung bei geringeren Betriebskosten. Im Verlauf eines Tages wird hier allerdings der optimale Leuchtdichtewert in der Einsichtsstrecke selten oder nur zufällig erreicht. Aus diesem Grund läuft die Anlage die überwiegende Zeit mit einer so genannten »Überdeckung«, d. h., es wird mehr Energie für die Beleuchtung aufgewendet als tatsächlich nötig. Um Energie zu sparen, senkt man in der Praxis häufig - entgegen den Vorschriften - das Leuchtdichteniveau ab und nimmt dabei zeitweise eine systematische Unterdeckung in Kauf, was ein hohes Sicherheitsrisiko beim Durchfahren des Tunnels nach sich zieht.

Hier gilt: Je größer die Anzahl der Beleuchtungsstufen, desto feiner kann man sich an den optimalen Wert annähern.

Die kontinuierliche Regelung unter Verwendung von Lichtstromstellern bietet nun die Möglichkeit, sich sehr genau an den optimalen Leuchtdichteverlauf in der Einsichtsstrecke anzulehnen. Der ständige Soll-Ist- Vergleich der Fahrbahnleuchtdichte in der Einsichtsstrecke und der Leuchtdichte des Tunnelumfeldes ermöglicht über eine pro- grammierbare prozentuale Abweichung das kontinuierliche Regeln des Beleuchtungsniveaus in der Einsichtsstrecke.

Beim Dimmen wird die Leuchtenspannung zeitweise von 230 bis auf 180 Volt gesenkt.Durch diese Methode lässt sich der Lichtstrom auf bis etwa 20 % des Ausgangswertes reduzieren. Neben der Energieeinsparung von bis zu 20 % verlängert sich die Lampenlebendauer um bis zu 100 %, wodurch sich eine Optimierung der Wartungsintervalle erzielen lässt und sich die Menge des schadstoffhaltigen Leuchtmittelabfalls verringert. Die Lichtstromsteller werden meist in Phasenanschnitttechnik - der von Electric-Special favorisierten Technik - ausgeführt.

Die durch kontinuierliche Dimmung optimierte Regelung führt zu einer Minimierung der bereits erwähnten Über- und Unterdeckungen - und damit zu einer hohen Verkehrssicherheit -, da sich durch dieses Verfahren der optimale und der tatsächliche Leuchtdichteverlauf gut harmonisieren lassen. Kommt es dennoch zu Überdeckungen, entstehen diese lediglich durch das träge Regelverhalten und das physikalisch bedingte Einschaltverhalten der verwendeten Hochdruckentladungslampen. Dieses Verfahren bewirkt ebenfalls die Minimierung der Ein- und Ausschaltvorgänge der einzelnen Beleuchtungsstufen. Durch das hohe Einsparpotenzial amortisieren sich kontinuierliche Regelungssysteme in kurzer Zeit.


 

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14 Der Lichtstromsteller »VariLum«.

15 Schaltschrank mit sechs »VariLum«-Modulen zur kontinuierlichen Regelung der Tunnelbeleuchtung.
 
Systemlösungen

Mit »digiSOLA« bietet Electric-Special ein komplettes System für die Beleuchtung von Tunneln und Unterführungen. Nur durch die Schaffung ausreichender Kontraste können Hindernisse von Kraftfahrern hier rechtzeitig erkannt werden. Das Zusammenspiel präzise aufeinander abgestimmter Komponenten wie Leutdichtesensoren, Lichtregelung und Lichtstromsteller sorgt über die ganze Länge des Tunnels für Beleuchtungsbedingungen, die der Leistungsfähigkeit des menschlichen Auges optimal entgegenkommen - besonders in den kritischen Einfahrtbereichen.

 
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16. + 17. Der Electric-Special-Messestand auf der light+building lockte mit einer besonderen Attraktion: Ein eigens für die Messe entwickeltes, ausbaufähiges Computerspiel erlaubte dem Besucher die Fahrt durch einen Tunnel. Mit dieser fotorealistischen Simulation können zukünftig Tunnelprojekte innerhalb von etwa zwei Wochen dynamisch simuliert dargestellt werden. Hier erklärt Dipl.-Ing. Jochen Riepe, Geschäftsführer des Unternehmens, der Chef- redakteurin der Zeitschrift LICHT, Regina Welk, die Spielregeln, die gelegentlich im Tunnel wendete und gern als Geisterfahrerin unterwegs war.

18. Bedientableau der Lichtregelsteuerungseinheit »LUMATIC«, von der weltweit über 300 im Einsatz sind.

19. Schaltschrank für das Lichtregelsystem »LUMATIC« mit peripheren Elementen.
 
Eine gleichmäßige Beleuchtung auf Ver- kehrswegen, Freiflächen, Vorplätzen und Gleisfeldern, die sich kontinuierlich an die Bedingungen der Umgebung anpasst, lässt sich durch den Einsatz der »digiLUNA«- Lösung erreichen. Dieses System sorgt für gute Sicht bei gleichzeitiger Reduzierung des Energiebedarfs.


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Veröffentlicht
07:23:00 11.03.2011
Carsten Krüger